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geschichte [26.10.2011 15:04]
udo
geschichte [26.10.2011 15:14]
udo
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 Das Wasservorkommen am sogenannten "​Bellerbrinnelsche"​ gegenüber der Beller Kirche war mit Sicherheit schon in vorgeschichtlicher Zeit für Menschen Anreiz, sich an diesem Ort niederzulassen. Bodenfunde in dieser näheren Umgebung, wie z.B. ein Hockergrab aus der Bronzezeit, Scherben von Tongefäßen germanischen Ursprungs oder Schmuck aus einem Grab der älteren Eisenzeit, belegen, dass es in der direkten Umgebung von Eckelsheim bereits in der Hallstattzeit,​ also ca. 1200–500 v.Chr. Besiedlung gab. Das Wasservorkommen am sogenannten "​Bellerbrinnelsche"​ gegenüber der Beller Kirche war mit Sicherheit schon in vorgeschichtlicher Zeit für Menschen Anreiz, sich an diesem Ort niederzulassen. Bodenfunde in dieser näheren Umgebung, wie z.B. ein Hockergrab aus der Bronzezeit, Scherben von Tongefäßen germanischen Ursprungs oder Schmuck aus einem Grab der älteren Eisenzeit, belegen, dass es in der direkten Umgebung von Eckelsheim bereits in der Hallstattzeit,​ also ca. 1200–500 v.Chr. Besiedlung gab.
  
-Im frühen Mittelalter gehörte Eckelsheim zu dem heute nicht mehr vorhandenen Ort Gosselsheim. Gosselsheim,​ ein Ort mit Kirche und Pfarrhaus, lag ehemals zwischen Eckelsheim und [[http://​thebeginnerslens.com |iphone photography]]  +Im frühen Mittelalter gehörte Eckelsheim zu dem heute nicht mehr vorhandenen Ort Gosselsheim. Gosselsheim,​ ein Ort mit Kirche und Pfarrhaus, lag ehemals zwischen Eckelsheim und Gumbsheim, dort wo heute der Eckelsheimer Friedhof ist. Der ursprüngliche Name "​Gozolvesheim"​ besagt, dass dieser Ort aus einer fränkischen Siedlung entstanden ist. Grundbesitz zu Gosselsheim wird in den Besitzurkunden des Klosters Lorsch bereits um das Jahr 771 angezeigt.
-Gumbsheim, dort wo heute der Eckelsheimer Friedhof ist. Der ursprüngliche Name "​Gozolvesheim"​ besagt, dass dieser Ort aus einer fränkischen Siedlung entstanden ist. Grundbesitz zu Gosselsheim wird in den Besitzurkunden des Klosters Lorsch bereits um das Jahr 771 angezeigt.+
  
 Umgeben von den fruchtbaren Weinbergen des rheinhessischen Hügellandes hat sich der einstige fränkische Fronhof "​Egilosheim"​ im Laufe der Jahrhunderte zu einem kleinen Dorf entwickelt. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1293 in der von "​Ekkilsheimer Gütern"​ des Kreuznacher Petersklosters die Rede ist. Der Name des Ortes geht auf den Gründer "​Egilo"​ zurück, was soviel heißt wie "​kleines Schwert"​ oder "​Schwertlein"​. Er gab dem Dorf an der Dunzelbach seinen Namen. Umgeben von den fruchtbaren Weinbergen des rheinhessischen Hügellandes hat sich der einstige fränkische Fronhof "​Egilosheim"​ im Laufe der Jahrhunderte zu einem kleinen Dorf entwickelt. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1293 in der von "​Ekkilsheimer Gütern"​ des Kreuznacher Petersklosters die Rede ist. Der Name des Ortes geht auf den Gründer "​Egilo"​ zurück, was soviel heißt wie "​kleines Schwert"​ oder "​Schwertlein"​. Er gab dem Dorf an der Dunzelbach seinen Namen.
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 Die typisch fränkische Dorfform ist ein Rundling, der mit Graben und Wall umgeben ist. Der Wall ist mit Effen (bekannt auch als Ulmen oder Rüster) bepflanzt, so wie man es heute noch in Eppelsheim nördlich von Worms sehen kann. Auch Eckelsheim war so angelegt. Drei Pforten schützten die Zugangsstraßen;​ die obere Pforte stand nach Gumbsheim zu, die untere bewachte die Straße nach Wöllstein und die hintere gab den Weg nach Wendelsheim frei. Heute sprechen die Eckelsheimer noch von der Hinter-, Ober- und Untergasse. Die typisch fränkische Dorfform ist ein Rundling, der mit Graben und Wall umgeben ist. Der Wall ist mit Effen (bekannt auch als Ulmen oder Rüster) bepflanzt, so wie man es heute noch in Eppelsheim nördlich von Worms sehen kann. Auch Eckelsheim war so angelegt. Drei Pforten schützten die Zugangsstraßen;​ die obere Pforte stand nach Gumbsheim zu, die untere bewachte die Straße nach Wöllstein und die hintere gab den Weg nach Wendelsheim frei. Heute sprechen die Eckelsheimer noch von der Hinter-, Ober- und Untergasse.
  
-Im Jahre 1336 erhielt Raugraf Georg II., Herr zur Altenbaumburg,​ von Kaiser Ludwig "wegen geleisteter Dienste"​ die "​Fauthey"​ (Vogtei) über einen kaiserlichen Hof zu "​Ekkilesheim"​. Es gelang den Raugrafen, das Vogteirecht (Gerichts- und Schutzherrschaft) über ganz [[http://​www.bestpills4weightloss.com |weight loss pills]] ​Eckelsheim auszudehnen und dadurch in die Position des Ortsherrn zu gelangen. Raugraf Philipp von Bolanden verpfändete im Jahre 1360 sein Lehensgut und Vogteirecht zu Eckelsheim und (1365) in Kalckofen an Antelmann Ritter von Grasewege, Burggraf zu Böckelsheim. Im Kaufvertrag wurde ausdrücklich erwähnt, dass der Ritter von Grasewege sich am Dorf Eckelsheim schadlos halten dürfte, falls die raugräflichen Erben ihm den Besitz zu Kalckofen streitig machen sollten.+Im Jahre 1336 erhielt Raugraf Georg II., Herr zur Altenbaumburg,​ von Kaiser Ludwig "wegen geleisteter Dienste"​ die "​Fauthey"​ (Vogtei) über einen kaiserlichen Hof zu "​Ekkilesheim"​. Es gelang den Raugrafen, das Vogteirecht (Gerichts- und Schutzherrschaft) über ganz Eckelsheim auszudehnen und dadurch in die Position des Ortsherrn zu gelangen. Raugraf Philipp von Bolanden verpfändete im Jahre 1360 sein Lehensgut und Vogteirecht zu Eckelsheim und (1365) in Kalckofen an Antelmann Ritter von Grasewege, Burggraf zu Böckelsheim. Im Kaufvertrag wurde ausdrücklich erwähnt, dass der Ritter von Grasewege sich am Dorf Eckelsheim schadlos halten dürfte, falls die raugräflichen Erben ihm den Besitz zu Kalckofen streitig machen sollten.
  
 Vermutlich in diesem Zusammenhang ist die Verordnung des Pfalzgrafen Ruprecht I. aus dem Jahre 1374 zu deuten, laut derer sich die Kurpfalz verpflichtete,​ die Einwohner von Eckelsheim und Kalckofen auf vier Jahre zu Bürgern mit den Rechten von Altenbamberg aufzunehmen und sie gegen Antelmann von Grasewege in Schutz zu nehmen. Noch im 15. Jh. zahlten die Eckelsheimer den Schirmhafer an die Kurpfalz, obwohl sich die Besitzverhältnisse längst geändert hatten. Graf Simon III. von Sponheim-Kreuznach erwarb 1389 die Pfandschaft über die Herrschaft Eckelsheim. Offensichtlich fiel die Herrschaft über Eckelsheim bald an die Raugrafen zurück, denn 1408 schenkte Raugraf Otto das Dorf an das Erzstift Mainz. Vermutlich in diesem Zusammenhang ist die Verordnung des Pfalzgrafen Ruprecht I. aus dem Jahre 1374 zu deuten, laut derer sich die Kurpfalz verpflichtete,​ die Einwohner von Eckelsheim und Kalckofen auf vier Jahre zu Bürgern mit den Rechten von Altenbamberg aufzunehmen und sie gegen Antelmann von Grasewege in Schutz zu nehmen. Noch im 15. Jh. zahlten die Eckelsheimer den Schirmhafer an die Kurpfalz, obwohl sich die Besitzverhältnisse längst geändert hatten. Graf Simon III. von Sponheim-Kreuznach erwarb 1389 die Pfandschaft über die Herrschaft Eckelsheim. Offensichtlich fiel die Herrschaft über Eckelsheim bald an die Raugrafen zurück, denn 1408 schenkte Raugraf Otto das Dorf an das Erzstift Mainz.
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