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Partnergemeinde Lucey

Treffen in Eckelsheim 2024

Alle Jahre wieder … Jumelage! Am 15. Juni war es mal wieder so weit: Nachdem wir im letzten Jahr Lucey besucht haben, traten die Freunde aus unserer französischen Partnergemeinde den Gegenbesuch in Eckelsheim an. Pünktlich traf die Gruppe am Dorfgemeinschaftshaus ein, wo sich alle herzlich und in bester Stimmung begrüßten.

Offizielle Grußworte gab es danach zum Sektempfang von Bürgermeister Rainer Mann und seinem zukünftigen Nachfolger, Hermann Vogel. Auch Christel Mehat aus Lucey, die von französischer Seite unsere regelmäßigen Fahrten betreut, bedankte sich im Namen unserer Partnergemeinde für die Organisation.

Nach dieser kleinen Stärkung bezogen unsere Gäste ihr Quartier bei ihren Gastfamilien. Um 11:00 Uhr ging es los mit dem Bus nach Frankfurt, zunächst zum gemeinsamen Mittagessen im Paulaner am Dom, auf das ein Rundgang durch die Frankfurter Altstadt und die Besichtigung der Paulskirche folgte. Während sich die Einwohner Eckelsheims und Luceys oft in einer Mischung aus Händen, Füßen, Deutsch und Französisch verständigen – und dabei bestens verstehen – fanden die beiden Führungen natürlich auf Deutsch und Französisch statt!

Wieder zurück in Eckelsheim ließ die ganze Gruppe den Abend bei einem gemütlichen Zusammensein hinter der Kirche ausklingen, bei dem Udo Wilbert mit Familie und Ulrike Mattheis für Essen aus dem Dorfbackofen gesorgt haben. Dafür möchten wir uns noch einmal herzlich bedanken!

Am Sonntag trafen sich alle im Vereinsheim zum reichhaltigen Brunch Buffet, um danach zum letzten Programmpunkt aufzubrechen. Hierfür stiegen wir hinab in die Tiefen des Oppenheimer Kellerlabyrinthes. Bei Kaffee und Kuchen ließen wir das Wochenende ausklingen, bevor unsere französischen Freunde sich am frühen Abend auf den Heimweg machten.

Doris Vogel


Treffen in Bitche am 22.06. und 23.06.2019

10 Jahre deutsch-französische Partnerschaft zwischen Eckelsheim und Lucey Zusammen mit seiner Mutter und seinem Bruder ist er Ende 1944 von Lucey, Lothringen, nach Hannover in ein Lager deportiert worden. Die Erinnerung an dieses schreckliche Erlebnis habe ihn, den Bürgermeister von Lucey Francois Forin, tief geprägt. Dies habe ihn vor 10 Jahren bewegt, etwas zur Versöhnung zwischen den Deutschen und Franzosen beizutragen, indem er zusammen mit Ortsbürgermeister Friedrich Schwarz die Partnerschaft zwischen den Dörfern Eckelsheim und Lucey besiegelte. Es war die persönliche Vergebung an die Deutschen, die er damit vollzog. Vielleicht war es seine letzte Rede als Bürgermeister bei einer solchen Gelegenheit. Im nächsten Frühjahr möchte er sich nach 42 Jahren aus diesem Amt zurückziehen. Die Eckelsheimer, die in großer Zahl zum Treffpunkt nach Bitche angereist waren, zollten ihm langanhaltenden Beifall. Francois Forin begrüßte auch den designierten Eckelsheimer Ortsbürgermeister Rainer Mann in dem Bewusstsein, dass dieser der würdige Nachfolger von Friedrich Schwarz ist, mit dem er die Ziele der deutsch-französischen Partnerschaft damals formuliert hatte. Rainer Mann betonte in seiner Ansprache, dass er selbstverständlich die begonnene Tradition der Begegnungen fortsetzen möchte. Die Herzlichkeit dieser ungezwungenen Treffen möchte er gern erhalten. Dem stimmten die über 30 Eckelsheimer begeistert zu und sahen in diesem Jubiläumstreffen nach Jahren der Ungewissheit und Lähmung durch die Ortsführung einen neuen Aufbruch. In Graufthal, einem kleinen Ort im Elsass, machten die 50 Teilnehmer aus beiden Dörfern am 22. Juni 2019 ihre erste Station. Sie besichtigten das kleine Felsendorf: einige wenige Wohnungen, die in den Fels gehauen wurden, boten Einblicke in das ärmliche Bauernleben des vergangenen Jahrhunderts. Das Schuhmuseum in Soucht war das nächste Ziel. Die Teilnehmer konnten miterleben, wie aus Baumstämmen Holzschuhe gemacht werden. Und am Abend wurde das Jubiläum zünftig bei einem längeren Abendessen und anschließendem Beisammensein gefeiert.

Am nächsten Morgen ging es zum Simserhof, einem Teilstück der Maginot-Linie, das zu einem Museum hergerichtet wurde. 30 Meter tief mussten die Teilnehmer hinabsteigen in die Kasematten, wo der Führer eindrucksvoll berichtete, unter welchen Bedingungen die Soldaten in dieser Befestigungsanlage des Zweiten Weltkrieges leben mussten. Verstärkt wurden diese Eindrücke durch Filmausschnitte, die lebensnah den schrecklichen Alltag vermittelten. Alle Teilnehmer waren froh, dass die Zeiten der Feindseligkeiten zwischen den Deutschen und Franzosen vorbei sind. Alle wünschten sich, dass es nie wieder Krieg zwischen unseren Völkern geben werde. Rolf van Lessen


09.-10.06.2018 in Eckelsheim

Freundschaft muss gelebt werden

Französische Gäste aus Lucey in Eckelsheim

Freundschaft war das Thema am Wochenende 9. und 10. Juni in Eckelsheim, wo die französischen Freunde des Partnerdorfes Lucey in Lothringen zu Gast waren. Allen war klar, dass die persönlichen Beziehungen zwischen unseren beiden Völkern die Grundlage für ein friedliches Europa ist. Auch der Ortsbürgermeister Friedrich Bäder betonte dies bei seiner Stippvisite während des Sektempfangs am Samstagmorgen. Die Eckelsheimer Partnerschaftsinitiative hatte für die Gäste ein informatives Programm zusammengestellt. Am Dorfbackofen gab's erstmal Spießbraten mit selbstgemachten Salaten. So gestärkt fuhr die Gruppe von 30 Teilnehmern nach Mainz, um dort eine Stadtführung der besonderen Art zu erleben.

Natürlich wurden die touristischen Attraktionen wie Dom und Stephanskirche mit den Chagallfenstern angesteuert. Aber die Führerin würzte ihren Vortrag mit interessanten Geschichten über die Zeiten, als die Franzosen in 'Mayence' waren. Anfang des 19. Jahrhunderts war Mainz fast 16 Jahre lang Hauptstadt des französischen Departements „Donnersberg“. Für viele war neu, dass Fastnachtsrituale - wie Sitzungen und Elferrat - eine Persiflage auf die Errungenschaften der Mainzer Republik waren - der ersten nicht-feudalen Staatsform auf deutschem Boden. Und natürlich bewunderte man die Mainzer Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern: der Kirschgarten, der Leichhof, die Augustinergasse. Am Rhein erfuhren die Gäste, dass der Fluss vor der Begradigung im 19. Jahrhundert fast einen Kilometer breit war. In der Gaststätte 'Proviantamt' in Mainz konnten sich alle dann bei gutem Essen etwas erholen. Das schwül-warme Wetter hatte allen etwas zugesetzt. Wieder in Eckelsheim traf man sich am Dorfbackofen bei Wein und Spundekäs und tauschte Erfahrungen und Erinnerungen aus und hoffte auf Abkühlung, die dann bald mit einem Sturzregen kam.

Die Borussen in Eckelsheim hatten für ein üppiges Frühstück im Sportlerheim gesorgt. Alles war in französischen Farben gedeckt. Und dann ging's auch schon los: auf zum Rotenfels, dem Hingucker der Natur. Die steile Felswand mit über 200 Meter Höhe wurde ebenso bestaunt wie die wunderschöne Landschaft rund um die Ebernburg. Der Spaziergang dann auf dem Rotenfels mit den wechselnden Perspektiven beeindruckte alle. Ein Ausflug für's Gemüt bei strahlendem Sonnenwetter! Zurück in Eckelsheim konnten alle die gute Küche des Kulturhofs genießen. In kurzen Statements war man sich einig: die deutsch-französische Freundschaft wird weiter in dieser Weise gepflegt und gelebt, der europäische Gedanke für Frieden und Freiheit muss erhalten und an die nächsten Generationen weitergegeben werden.

© Text und Bilder Rolf van Lessen


08.07.- 09.07.2017 in Lucey

Eckelsheimer besuchen Lucey

Schön, dass es in diesem Jahr doch noch geklappt hat….. Eckelsheimer zu Besuch in Lucey

„Schön, dass es in diesem Jahr doch noch geklappt hat!“ So wurden die Eckelsheimer am 8. Juli 2017 herzlich in Lucey empfangen. Zuvor hatte es einige Irritationen gegeben, ob die Fahrt nach Frankreich in die Partnerschaftsgemeinde überhaupt stattfinden kann. Umso fröhlicher und emotionaler war der Empfang, der natürlich gleich mit Sekt und kleinen Leckereien begann. Das einmal gelernte Schulfranzösisch wurde wieder ausgekramt. Die Verständigung klappte prima. Hände, Füße, Gesten und Mimik halfen manchmal dabei. Die Eckelsheimer hatten ein Gastgeschenk mitgebracht: Erde, Steine und Sand aus Eckelsheim von Ruth Hoffmann zu einem Kunstwerk zusammengefügt, das die rheinhessische Hügellandschaft symbolisiert. Die französischen Freunde hatten ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Nach einem ausgiebigen Grillessen ging es nach Nancy. Die Großstadt mit einer alten Universität war lange Residenzstadt des Herzogs von Lothringen. Insbesondere der Herzog Stanislas - der als König von Polen abgesetzt, aber von seinem Schwiegersohn König Ludwig XV als Herrscher von Lothringen eingesetzt wurde - hat das Stadtbild nachhaltig geprägt: Ein imposanter Schlossplatz und ringsum die beeindruckende Schlossfassade. Die französischen Freunde hatten einen deutschsprachigen Führer engagiert, der bei dem Rundgang durch die Altstadt wunderbare Geschichten erzählen konnte. Natürlich machte der Partnerschaftsgruppe die glühende Hitze zu schaffen. Und das Abendessen in dem Restaurant „Brasserie Excelsior“ ließ alle dahin schmelzen. Diesmal jedoch vor Begeisterung: ein riesengroßer Saal in reinster Jugendstilarchitektur sorgte für den grandiosen Rahmen und das Drei-Gänge-Menü für die ausgeprägten Gaumenfreunden. Krönender Abschluss des Abends war eine große Show „Son et Lumière“ auf dem wunderschönen Place Stanislas, der von den Schlössern umgeben ist. Auf diese Fassaden wurde mit Hilfe von Laser-Technik Licht in bunten Farben projiziert, das mit Architekturstrukturen und Figuren spielte. Dazu Musik in gewaltigem Sound, die speziell für dieses Spektakel zusammengestellt bzw. komponiert wurde. Am Sonntag konzentrierte sich der Besuch ganz auf Lucey. Man konnte noch Überbleibsel einer wichtigen Einkommensquelle des Ortes besichtigen: kleine Tümpel, in denen früher Hanf eingeweicht wurde, um Fasern daraus herzustellen. Heute ist es ein Naturschutzgebiet am Rande des Ortes. Und im Museum konnte man dann die Geräte bestaunen, mit denen die Fasern dann weiter verarbeitet wurden zu Kleidungstücken und Seilen. Im Museum sind viele Werkzeuge von inzwischen untergangenen Gewerken zu bewundern, in denen sich die Ortsgeschichte widerspiegelt. Auch die Kirche, die im Besitz der Gemeinde ist, beeindruckte die Besucher mit ihrem schlichten, aber wirkungsvollen Schmuck. Der Abschied am Sonntagabend fiel nicht leicht. André Vuillaume, der unermüdliche Übersetzer, hat allen trotz seiner Krankheit das gegenseitige Verstehen leicht gemacht. Er sei überglücklich, so sagte er, dass er bei diesem Treffen dabei sein konnte und dass sein Herzensanliegen - die deutsch-französische Freundschaft - weitergeführt wird. Die Gäste dankten ihm mit einem Weinpräsent aus Eckelsheim. Am Ende waren alle froh, dass dieser Besuch so stattfinden konnte und dass die deutsch-französische Partnerschaft zwischen Eckelsheim und Lucey einen weiteren Impuls bekommen hat.


13.06.2015 in Lucey

Eckelsheimer besuchen Lucey

Dunkle Wolken am Himmel. Leichter Regen. Die rund dreißig Eckelsheimer Bürgerinnen und Bürger fröstelten, als der Bus am frühen Samstagmorgen am 13. Juni in Richtung Lucey startete. Bei der Ankunft in Lothringen kam die Sonne durch und erwärmte die Gäste dann bei der Rundfahrt durch die Weinberge. Zuvor gingen die Eckelsheimer aber noch zur Stippvisite in das kleine Museum „Maison Lorraine“, wo es neben vielen Gegenständen des bäuerlichen Lebens auch das neueste Ausstellungsstück zu besichtigen gab: die restaurierte Kirchenuhr aus dem 19. Jahrhundert.

Auffällig ist in Lucey, dass es zwar viele Weinberge gibt, aber bis auf wenige Ausnahmen keine Weinkeller. Der Grund: die Weingärten gehörten dem Bischof von Toul, der den Wein unmittelbar nach der Ernte in seine nahegelegene Stadt fahren und in den eigenen Kellern ausbauen ließ. In dem Ort mit rund 30 000 Einwohnern bestaunten die Eckelsheimer dann am Nachmittag die wirklich riesige Kathedrale. Toul war eben früher ein bedeutender Bischofssitz. Die Eckelsheimer ließen sich gern von dem pensionierten Germanistikprofessor in deutscher Sprache über das Bauwerk und die wechselhafte Geschichte der Stadt aufklären. Sie ist immer noch von den gewaltigen Befestigungsanlagen des französischen Baumeisters Vauban aus dem 18. Jahrhundert umgeben. In dem Museum für Stadtgeschichte konnten die Gäste die erst kürzlich wieder entdeckten Gobelins bewundern, die früher das herrschaftliche Schloss des Bischofs zierten.

Was aber wäre ein Besuch in der Partnergemeinde ohne das umfangreiche und schmackhafte französische Essen. Die Freunde aus Lucey tischten in ihrem Dorfgemeinschaftshaus sowohl mittags als auch abends das Beste aus Küche und Keller auf und die Gäste aus Deutschland ließen es sich schmecken.

In ihren Tischreden hoben die beiden Bürgermeister der Partnergemeinden die friedenstiftende Freundschaft zwischen beiden Ländern hervor und Bürgermeister Friedrich Bäder überraschte die Anwesenden mit einem Vorschlag, den er mit Bürgermeister Francois Forin und dem ehemaligen Deutschlehrer André Vuillaume entwickelt hatte: Die französischen Nachbargemeinden Lucey und Bruley sollen mit ihren deutschen Pendants Eckelsheim und Vendersheim im nächsten Jahr eine gemeinsame Jugendfreizeit einrichten und dafür sorgen, dass die Jugend die Partnerschaftsarbeit der älteren Generation fortsetzt. Der Partnerschaftsvertrag, der vor sechs Jahren unterzeichnet wurde, soll so neue Inhalte bekommen. Alle sind gespannt, ob das klappt.

Text und Bilder © Rolf van Lessen


Treffen am 14.06-15.06.2014 in Eckelsheim

„Freude schöner Götterfunken“ zum Abschied

„Auf die deutsch-französische Freundschaft, auf die Partnerschaft der Dörfer Eckelsheim und Lucey. A votre santé!“ Diesen letzten Satz der Rede des Eckelsheimer Ortsbürgermeisters Udo Wilbert musste die Dolmetscherin nicht mehr übersetzen. Der wurde auch so verstanden von den rund fünfzig Teilnehmern des Partnerschaftstreffens in Eckelsheim. Am Samstagmorgen, dem 14. Juni, begrüßten die Eckelsheimer ihre französischen Freunde im Dorfgemeinschaftshaus bei Sekt und kleinen Leckereien.

Vor dem gemeinsamen Mittagessen im Kulturhof erzählte Peter Wolf die Geschichte der beeindruckenden Restaurierung dieses Hauses durch die Eckelsheimer Bürger. Beim rheinhessischen Menu mit Eckelsheimer Weinen konnte man die vielen Versuche beobachten, die Sprachbarrieren zu überwinden. Da wurde von Familienereignissen berichtet, es wurde über den Ausgang der Europawahlen, über die Auswirkungen der genmanipulierten Pflanzen in der Landwirtschaft gesprochen und natürlich auch über das, was beide Partnergemeinden verbindet: über Wein. Oft musste André Vuillaume helfen, das eine oder andere Wort zu finden. Der ehemalige Deutschlehrer tat das auf charmanteste Weise.

Eine kurze Busfahrt nach Bingen öffnete auch vielen Eckelsheimern die Augen für die sanften Hügel Rheinhessens, die sich in vielfältigen Grüntönen präsentieren. So schön ist unsere Heimat, war der Kommentar. Mit dem Schiff ging's dann vorbei an Rüdesheim. Das mächtige Niederwalddenkmal machte einige Franzosen neugierig. Ja, es wurde nach dem Feldzug gegen Frankreich 1870/71 als Symbol für die deutsche Einheit errichtet und stellt die Germania dar. Die gemeinsame deutsch-französische Geschichte ist eben nicht ganz einfach. Umso mehr freuen sich die Teilnehmer, dass diese Zeiten überwunden sind und man nun in Frieden und Freundschaft leben kann. Der kleine Ausflug auf dem Rhein und die Burgen auf den Höhen beeindruckten die Gäste. Viele Fotos wurden gemacht. Und als das Schiff wieder in Bingen anlegte, waren einige ganz froh darüber, denn der Wind auf dem Rhein ließ manche etwas frösteln.

Die Gäste ließen sich am Binger Rheinufer beeindrucken von den Skulpturen zum Thema „Mensch und Maschine“ und wandelten durch die die vielen Gartenkabinette der „Binger Gärten“, die auf dem Gelände der Landesgartenschau 2008 errichtet wurden. Manche erinnerten sich gern an den letztjährigen Besuch der Eckelsheimer in Bitche, wo ebenfalls Gärten zu besichtigen waren, die von Künstlern mitgestaltet wurden. Am Rheinufer 2014 Höhepunkt des Tages war zweifellos der Abend mit Tanz und Musik am Dorfbackofen hinter der Kirche. DJ Marcus aus Eckelsheim erfüllte alle musikalischen Wünsche. Die mitgebrachten Salate, der Schaukelbraten und die Eckelsheimer Weine mundeten allen. Bis nach Mitternacht dauerte das Fest.

Der Sonntag begann mit einem ausgiebigen Frühstück im Dorfgemeinschaftshaus. Wieder versuchte man die verborgenen Sprachschätze zu heben. Aber schon bald begann die Wanderung zum Strandpfad der Sinne. Ernst-Friedrich Schwarz führte durch die geologischen Sehenswürdigkeiten. Und wieder war André Vuillaume gefragt, der auch die fachlichen Zusammenhänge übersetzen konnte. An der Beller Kirche warteten dann schon die Jungwinzer, die die Gäste mit ihren Weinen überraschten.

Beim Abschlussessen, das wieder im Kulturhof ausgerichtet wurde, betonte Francois Forin, der langjährige Ortbürgermeister von Lucey, wie wichtig für die Europäische Union die Basisarbeit in den Partnergemeinden sei, die auf Freundschaft gründeten. Das sei die Grundlage für den Frieden in Europa. Zugleich bedauerte er das Ergebnis der Europawahl, das in Frankreich den rechtsgerichteten Front National so stark gemacht habe. Umso wichtiger sei es nun, junge Leute von der Wichtigkeit der Partnerschaft zwischen unseren Ländern zu überzeugen. Diese Aussagen fanden großen Beifall und Zustimmung bei den Eckelsheimern und bei den Gästen aus Lucey. Zwei Familien bekundeten daraufhin, dass sie gerade einen Schüleraustausch miteinander verabredet hätten. Auch das fand Beifall.

Ortsbürgermeister Udo Wilbert bedankte sich für die herzlichen Worte und überreichte seinem Amtskollegen ein Gruppenbild vom letztjährigen Treffen in Bitche. Er sei nur noch wenige Tage in seinem Amt und er möchte nicht versäumen, Angelika Mehling-Felten seinen Dank zu sagen, die dieses Treffen so hervorragend organisiert habe. Francois Forin bedankte sich für die Gastfreundschaft.

Kurz bevor der Bus am Sonntagnachmittag aus dem Hof fuhr intonierte Michel Goujot auf seiner Mundharmonika die Europa-Hymne „Freude schöner Götterfunken…“ von Beethoven. Die Familien verabschiedeten sich von einander und freuen sich auf das Wiedersehen im nächsten Jahr.

Text: Rolf van Lessen, Bild: K.H. Mehling

Treffen am 08.06-09.06.2013 in Bitche

Wir sind Freunde Eckelsheim – Lucey

Am Wochenende 7.-9.Juni trafen sich beide Partnergemeinden zu gemeinsamen Unternehmungen in Bitche/Lothringen. Mit viel Vorfreude von beiden Seiten, erwartete uns ein vielseitiges und kurzweiliges Programm. Wir Eckelsheimer fuhren bereits am Freitag nach Bitche und trafen uns um ca. 17.00 Uhr In VVF Villages „L E´tang de Hasselfurth“ auf einem schönen Freizeitgelände mit einem kleinen See, umrahmt von Wald und Wiesen. Ein Naherholungsgebiet für die Einheimischen. Bei gutem französischen Menü und heiterer Stimmung genossen wir den Abend und Sonnenuntergang in Bitche.

Am Samstag nach dem Frühstück trafen unsere französischen Freunde ein. Mit einem Aperitif aus Lucey hatten wir einen guten Start in das Wochenende. Beide Bürgermeister gaben ihrer Freude über diese Zusammenkunft, in kurzen, herzlichen Reden Ausdruck. André (Reiselbegleiter) der auch die deutsche Sprache sehr gut beherrscht, übersetzte an allen Tagen. Lucie und deren Team waren hauptsächlich für die Organisation zuständig. Gemeinsam sangen wir den uns allen bekannten Bruder Jakob – Fre´re Jacques Kanon.

Nach dem guten und reichhaltigen Mittagessen fuhren wir zur Besichtigung nach St.Louis in das Kristallmuseum (gegründet 1586). Was man aus Glas, mit Farben und Formen alles herstellen kann ließ uns immer wieder staunen und manch einer fühlte sich an das gute alte Bleikristallgeschirr aus Großmutters Zeit erinnert, welches vielleicht sogar noch in der Vitrine steht.

Um ca. 16.00 Uhr hatten wir eine Führung mit Ms. Moser in dem berühmten Glas-Kristallhaus in Meisenthal (ehemalige Glaserei von 1711-1969) Es war mehr als nur interessant was uns Ms. Moser in den fast 2 Stunden über die Entstehung und den Werdegang dieser Fabrik alles zu erzählen wusste. Über die verschiedenen Künstler insbesondere Emile Gallé, und die Glasbläser, die durch ihre Glaskunst in der ganzen Welt berühmt geworden sind. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank für die sehr eindrucksvolle und herzliche Führung. Man merkte, dass dieser Mann ein Teil dieser Fabrik war und immer noch mit Herzblut dabei ist. Anschließend kamen wir noch in den Genuss den Glasbläsern bei ihrer Arbeit zuzuschauen.

Zurück in Bitche trafen wir uns auf einen Aperitif - diesmal kam dieser aus Eckelsheim. Mit einer Filmvorführung über die zurückliegende Partnerschaft/Jumelage überraschten uns unsere Freunde aus Lucey. Die Freundschaft zu den Menschen aus Lucy besteht schon seit 2005. Im Jahre 2009 wurde dies dann von der Gemeinde (damals Ortsbürgermeister Schwarz) offiziell. Der Film über diese langjährige Beziehung war sehr eindrucksvoll und weckte schöne Erinnerungen. Eine Kopie wurde an Ortsbürgermeister Udo Wilbert überreicht. Sicherlich werden wir uns diesen gemeinsam beim nächsten Treffen nochmal anschauen können.

Nach einem überaus köstlichen Menü trafen wir uns zum gemütlichen Beisammensein bei Musik , Wein und Tanz an der Bar. Die Stimmung war großartig und alle genossen dieses zwanglose schöne Zusammensein bis spät in die Nacht.

Trotz eines heftigen Gewitters in der Nacht und Regen war die Laune beim Frühstück hervorragend. Um 10.00 Uhr fuhren wir gemeinsam zu der Citadelle de Bitche. Der Regen hörte auf. Auf einem hohen Felsplateau dominiert diese einzigartige Festung. Sie ist eine architektonische Meisterleistung, die ganz besonders durch ihre unterirdischen Gänge beeindruckt. Die Geschichte dieser Festung und auch die damaligen Konflikte 1793, 1870 … wurden uns mittels Kopfhörer in vielen Facetten nahegebracht.

Gleich unterhalb der Festung konnten wir dann anschließend die „ Gärten für den Frieden „ und die „Gärten der Gassen“ besichtigen. Leider war die Zeit dann doch zu kurz im diese einfallsreichen Gartenanlagen in vollen Zügen zu genießen. Diese Gärten sind ein Ergebnis der Zusammenarbeit von Künstlern und Gärtnern - eine blühende Mischung - aus Bitche und anderen Regionen.

Zurück auf unserem Freizeitgelände in Bitche genießen wir zum Abschluss noch einmal ein hervorragendes Menü aus der französischen Küche.

Beide Bürgermeister Francois Forin und Udo Wilbert dankten allen Beteiligten für ihr Engagement zum Gelingen dieses Treffens. Ein ganz besonderer Dank galt André und Lucie sowie deren Team, aber auch Angelika Mehling - Felten, die in den letzten Monaten mit viel Elan dazu beigetragen haben, dass dieses Wochenende zustande gekommen ist.

Ich war dabei und kann sagen - es war ein schönes und herzliches Wochenende zwischen den beiden Partnergemeinden Eckelsheim und Lucey

Carmen Mertz

Ein Treffen zur „Nachlese“ und weiteren Planung findet mit allen Beteiligten und den Mitgliedern des Partnerschaftsausschusses am 28.06.2013 um 19:30 Uhr im Winzercafé Huth statt. Interessierte Eckelsheimer Bürgerinnen und Bürger sind ebenfalls herzlich willkommen.

Am 02.04.2005 fand der erste Gegenbesuch in Lucey statt.

Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde in Lucey am 30.01.2010

Blick von der Hauptstraße auf die Kirche

Die Kirche von innen

Besuch im Museum

Besuch bei den Winzern

Aussicht über das Dorf

partnergemeinde_lucey.txt · Zuletzt geändert: 03.07.2024 15:58 von hermann