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Sehenswertes in und um Eckelsheim

Highlights

Vorstellung der Gemeinde Eckelsheim

Die erste urkundliche Erwähnung von Eckelsheim war 1293.

Im 4. bis 9. Jahrhundert n. Chr. kamen die Franken in unsere Gegend. Jede Sippe erhielt ein bestimmtes Gebiet zugeteilt. So gründete der Sippenälteste Egilo (kleines Schwert) das Dorf an der Dunzel und gab ihm den Namen Egilosheim. Später wurde daraus Ekkilsheim und dann Eckelsheim.

Eckelsheim liegt im Herzen von Rheinhessen in der Rheinhessischen Schweiz, im Kreis Alzey-Worms. Als kleinste Gemeinde in der Verbandsgemeinde Wöllstein zählt Eckelsheim zurzeit 526 Einwohner. Gesamtfläche 492 ha, davon 136 ha Weinbau.

Eckelsheim war von 1999 bis 2005 anerkannte Schwerpunktgemeinde in der Dorferneuerung.

Eckelsheim weltweit aktiv wie z.B. Sonnenkinder e.V., Feed the Hungry e.V. oder Team 112.

Bekannt wurde Eckelsheim in der jüngeren Zeit durch die Erfolge im Wettbewerb „unser Dorf hat Zukunft“. 2005 erzielten wir im Kreisentscheid den ersten Platz, im Gebietsentscheid ebenfalls Platz eins und auf Landesebene eine Goldmedaille.

Weitere Multiplikatoren sind

  • die Kräuterhexen mit der Kräuterschule Herbula, den Kräuterhöfen Rheinhessen (Modellprojekt) und dem Kräuternetzwerk Rheinhessen,
  • der Eckelsheimer Wein, der durch die Direktvermarktung der Winzer in ganz Deutschland getrunken wird und natürlich
  • die Beller Kirche.

Ev. Kirche

  • Errichtet 1609
  • Umgebaut 1727-1741 zur Barocken Saalkirche
  • Ausstattung 18. Jh.
  • Orgel von Johann Georg Geib 1782
  • Bildfenster von Otto Linnemann
  • Bildfenster und beide Glocken gestiftet 1922 von Nachfahren der Eckelsheimer Auswanderer nach Evansville/ Indiana, USA.

Hof hinter der Kirche

  • Multifunktionaler Hof, mit Mittel aus der Dorferneuerung im Jahre 2001 in Eigenleistung saniert. Dient heute für kleinere Veranstaltungen, z. B. St. Martin und Sonntags zum Boulespiel.
  • Der Backofen wurde 2006/2007 ebenfalls in Eigenleistung erbaut.

Kulturhof

  • Ehemaliges Bauerngehöft, 1902 wurde die Scheune im Westerwald abgebaut und hier original wieder aufgebaut.
  • 2001-2003 in Eigenleistung von 20 Gesellschaftern mit Mitteln der Dorferneuerung unter Wahrung der alten Bausubstanz zum Kulturhof umgebaut.
  • In der Scheune befindet sich ein Restaurant der gehobenen Klasse.
  • Übers Jahr verteilt finden verschiedene Veranstaltungen statt z. B. Bilderausstellungen, Weindegustationen, der Tomatentag, und und.

Museum

  • Unter dem Motto „Ald Gescherr em ald Gelersch„ wurde von dem Ehepaar Beate und Jürgen Wridt ein privates Museum errichtet.
  • Zusehen sind u. a. alte Haushaltsgegenstände oder eine kompl. Ausstattung für Hausschlachtungen.

Ehemaliger Freihof

  • Fachwerkwohnhaus 18. Jahrhundert
  • Langgestrecktes Wirtschaftsgebäude 1802
  • Scheune mit Fachwerkgiebeln vermutlich 17. Jahrhundert.
  • Die Scheune ist hergerichtet als Kulturscheune und dient unter anderem als Ausweichquartier bei Veranstaltungen in der Beller Kirche.
  • Im Garten befindet sich einer der Eckelsheimer Kräutergärten.

Klosterhof

  • Ehemaliger Klosterzehnthof
  • Spätbarockes Fachwerkwohnhaus dat. 1766
  • Heute befindet sich im Anwesen ein 3 Sterne Hotel Garnie mit 17 Gästebetten.

Haus Kleinhanß

  • Hofanlage Erbaut 1586
  • Restauriert 1986 mit Fachwerkfreilegung.

Brunnengasse WC

  • Ehemaliges Spritzbrühhaus
  • Erbaut 1937
  • Seit 1991 öffentliche Toilettenanlage
  • Besonderheit: 1/6 des Hauses im Eigentum des Nachbarn als Schweinestall.

Haus Gieg

  • Einheitlicher Vierkanthof
  • Spätklassizistisches Wohnhaus aus Sandsteinquadern 1892
  • Stallungen mit aufwändiger Blendbogengliederung/ Kreuzgewölbe.

Haus Schweitzer

  • Ehemaliges Schulhaus erbaut 1892
  • Im Erdgeschoss Dienstwohnung des Lehrers und Gemeindezimmer des Bürgermeisters.
  • Im Obergeschoss Schulsaal der einklassigen Volksschule.
  • Ab 1957 zweiklassige Volksschule
  • Schulfunktion bis 1964.

Dorfgemeinschaftshaus

  • Von 1964 bis 1983 Schulgebäude danach Rückübertragung des Gebäudes an die Ortsgemeinde Eckelsheim.
  • 1988-1999 Umbau zum Dorfgemeinschaftshaus.

Beller Kirche

  • Wahrzeichen von Eckelsheim
  • Erbaut 1519
  • Der Name Beller Kirche könnte von Bella Maria (die Kirche war der Urkunde von 1490 zufolge Maria geweiht), von einem Ort namens Bellheim oder von den zahlreichen Bellen (Pappeln) im Bereich des „Beller Brünnchens“ stammen. Auch der keltische Quellengott Belenos könnte über eine Vorgängerkirche bzw. die Jahrhunderte lange Nutzung des Platzes zu heiligen Zwecken Namensgeber gewesen sein.
  • Bis 1902 fand rund um die Beller Kirche jedes Jahr an Maria Geburt (8. Sep.) der Beller Markt statt. Dieser Markt war weit und breit bekannt. Die Händler kamen aus Mainz, Worms, Mannheim, Frankfurt und Straßburg und boten ihre Waren an.
  • Bis 1982 lag die Beller Kirche im Dornröschenschlaf. Seit 1982 findet an Christi Himmelfahrt alljährlich ein Gottesdienst statt.
  • Die Geburtsstunde der Kultur in der Beller Kirche war 1988. Damals kam der kath. Pfarrer Merkel aus Wöllstein mit seinem Freund Rudolph Herget, einem Künstler aus Hamburg, an die Beller Kirche. Dieser verliebte sich sofort in diesen Ort, und hält seit dem jedes Jahr hier „Die Nächte der Poesie“ ab. Leider ist R.H. Herget im Jahr 2013 verstorben. Nach 26. Jahren „Nächte der Poesie“ ein großer Verlust für diesen Ort.
  • Auch die Eckelsheimer nutzten dann vermehrt die Ruine z. B. beim Weinintermezzo.
  • Im Jahr 2002, also 100 Jahre nach dem letzten Beller Markt, hat die Ortsgemeinde Eckelsheim diesen Markt wieder abgehalten.
  • Seit 2004 findet jährlich das Beller Spectaculum an der Beller Kirche statt.

Bedingt durch die Nutzung und dem desolaten Zustand der Ruine und dem Umstand, dass keine sanitären Anlagen vorhanden waren, beschloss der Gemeinderat 1998, die Kirche zu sanieren. Die Sanierungsarbeiten, die vom CJD- Alzey durchgeführt wurden, dauerten drei Jahre. Die Finanzierung wurde von der EU, dem Kreis, vom Arbeitsamt, dem Amt für Denkmalpflege, dem Zweckverband Rheinhessisch Schweiz und der Ortsgemeinde aufgebracht.

Bei Ausgrabungsarbeiten wurde 2003 im Langschiff der Kirche eine Flachsdarre freigelegt, deren Ursprung auf das 17. bis 18. Jahrhundert datiert ist. Die Sicherung und Abdeckung der Flachsdarre erfolgte 2007 in Eigenleistung.

sehenswertes.1439247692.txt.gz · Zuletzt geändert: 10.08.2015 23:01 von udo